Aktive Imagination im Workshop: Warum ich die erste Begegnung mit der Methode so eindrücklich erlebt habe

Coaching 01. April 2026
Benjamin Lang steht während des Workshops vor einer PowerPoint-Präsentation und erklärt die Aktive Imagination.

Ein erster Workshop zu einem Thema ist immer etwas Besonderes. Für mich war es der erste Workshop zur Aktiven Imagination – und damit nicht nur ein fachlicher, sondern auch ein sehr persönlicher Moment. Ich wollte den Teilnehmenden eine Methode zeigen, die ihnen helfen kann, wieder mehr mit sich selbst in Kontakt zu kommen. Gleichzeitig war mir wichtig, meine eigene Positionierung und meine fachliche Expertise sichtbar zu machen.

Warum mir dieser Workshop wichtig war

Bei diesem ersten Workshop ging es mir um zwei Dinge, die für mich eng zusammengehören. Zum einen wollte ich zeigen, dass Aktive Imagination mehr ist als eine spannende Theorie oder eine interessante Technik. Sie kann ein Weg sein, wieder mit inneren Bildern, Empfindungen und unbewussten Anteilen in Kontakt zu kommen.

Zum anderen war es mir wichtig, mit diesem Workshop auch zu zeigen, wofür ich fachlich stehe. Für mich gehört dazu, dass ich Inhalte nicht nur vermittle, sondern sie auch in einen klaren psychologischen Rahmen einordne. Der Workshop war deshalb auch ein Schritt, meine Expertise nach außen sichtbar zu machen.

Wie der Workshop aufgebaut war

Der Workshop war bewusst in zwei Teile gegliedert. Zuerst haben wir uns mit theoretischen Grundlagen der Analytischen Psychologie beschäftigt. Dazu gehörten unter anderem die Komplextheorie, Archetypen und das Kollektive Unbewusste. Diese Begriffe bilden für mich ein wichtiges Fundament, um die Methode der Aktiven Imagination überhaupt verstehen zu können.

Im zweiten Teil haben wir die Methode selbst kurz theoretisch angeschaut und dann gemeinsam eine erste kleine Aktive Imagination praktisch durchgeführt. Mir war wichtig, dass die Teilnehmenden nicht nur hören, was Aktive Imagination ist, sondern sie auch in einer ersten, gut gehaltenen Form selbst erleben können. Gerade diese Kombination aus Theorie und Praxis hat sich für mich als sehr stimmig gezeigt.

Was mich besonders beeindruckt hat

Am meisten beeindruckt hat mich, wie viele Teilnehmende während der Imagination tatsächlich etwas wahrnehmen konnten. Ein Großteil der Gruppe konnte etwas Unbewusstes sehen oder innerlich erleben. Viele berichteten von sehr eindrücklichen Erfahrungen, die sie nicht nur im Workshop selbst, sondern teilweise noch Tage später beschäftigten.

Für mich war das ein starkes Signal. Es hat mir gezeigt, dass die Methode nicht abstrakt bleibt, sondern bei vielen Menschen sehr schnell in eine lebendige Erfahrung führen kann. Genau das macht für mich die besondere Qualität der Aktiven Imagination aus. Sie bleibt nicht im Kopf, sondern berührt etwas Tieferes.

Was ich daraus mitnehme

Eine wichtige Erkenntnis aus diesem ersten Workshop ist für mich: Schon die Vorstellung der Methode kann bei Menschen sehr unterschiedliche Reaktionen auslösen. Für manche wirkt sie zunächst eher „spooky“, also ungewohnt oder schwer einzuordnen. Für andere ist sie faszinierend, mystisch und direkt anziehend.

Beides ist für mich völlig nachvollziehbar. Gerade weil Aktive Imagination mit inneren Bildern, Unbewusstem und Symbolen arbeitet, löst sie nicht bei allen Menschen sofort das gleiche Gefühl aus. Das nehme ich als wichtige Erfahrung mit – auch für zukünftige Workshops. Es hilft mir, noch klarer zu erklären, worum es geht, und gleichzeitig Raum für die eigene Resonanz der Teilnehmenden zu lassen.

Was zukünftige Teilnehmende erwarten können

Wenn du überlegst, an einem Workshop zur Aktiven Imagination teilzunehmen, dann kann ich dir sagen: Es geht nicht um komplizierte Theorie allein, aber auch nicht nur um ein oberflächliches Ausprobieren. Beides gehört zusammen. Der theoretische Rahmen schafft Orientierung, die praktische Erfahrung öffnet den Zugang zur eigenen inneren Welt.

Gerade für Menschen, die sich nach mehr Selbsterkenntnis, mehr Kontakt zu sich selbst oder nach einem neuen Zugang zu ihren inneren Bildern sehnen, kann so ein Workshop sehr bereichernd sein. Und vielleicht ist genau das das Spannende: dass etwas zunächst Ungewohntes am Ende sehr persönlich und bedeutsam werden kann.

Ausblick

Mein erster Workshop zur Aktiven Imagination war für mich in vielerlei Hinsicht ein besonderer Auftakt. Er hat mir gezeigt, dass die Methode Menschen berühren kann, wenn sie gut vermittelt und behutsam angeleitet wird. Und er hat mir bestätigt, dass ich mit diesem Thema fachlich und persönlich auf einem stimmigen Weg bin.

Für mich war es ein erster, sehr lebendiger Schritt. Und vielleicht ist es für die Teilnehmenden genau das gewesen: ein erster Kontakt mit einer Methode, die Türen öffnen kann – zu mehr Selbstkontakt, mehr Tiefe und mehr innerer Klarheit. Eine erfreuliche Nachricht zum Schluss: Demnächst findet ein Impulsabend mit mir am Systemischen Institut zum Thema Aktive Imagination statt.