Aktive Imagination in der Fortbildung: Warum sich mein Selbststudium plötzlich geerdet anfühlt
Seit fünf Monaten bringe ich mir die Aktive Imagination selbst bei – in der eigenen Praxis, mit Fachliteratur, Notizen und vielen inneren Bildern. An diesem Wochenende kam etwas Entscheidendes dazu: eine Fortbildung in Aktiver Imagination, die meinem Weg einen fundierten Unterbau gegeben hat.
Mein Weg vor der Aktiven Imagination Fortbildung

Bevor ich in die Aktive Imagination Fortbildung gestartet bin, war ich schon mittendrin: Ich hatte über Monate selbst imaginativ gearbeitet, Bilder protokolliert, reflektiert und ihre Wirkung auf meinen Alltag beobachtet. Theoretisches Wissen kam aus Büchern, Artikeln und meiner eigenen psychologischen Ausbildung – das Praktische entstand im Selbsterleben.
In dieser Zeit habe ich gemerkt, wie stark innere Bilder auf mein Erleben, meine Entscheidungen und meine Coaching-Haltung wirken. Gleichzeitig spürte ich: Ich möchte das, was ich intuitiv tue, besser verstehen und sauber einordnen können – für mich und für die Menschen, die ich begleite.
Wenn Selbststudium ein solides Fundament bekommt
Genau hier setzte die Aktive Imagination Fortbildung an. Plötzlich hatten viele Dinge, die ich bereits praktiziert hatte, Namen, Modelle und einen klaren Rahmen. Die Mischung aus Theorie und Selbsterfahrung machte spürbar, warum es mehr braucht als nur „innere Bilder anschauen“
Wir arbeiteten mit Grundlagen der Analytischen Psychologie nach C. G. Jung, mit Symbolverständnis und der Frage, welche Voraussetzungen ein stabiles Ich für diesen Dialog mit dem Unbewussten braucht. Für mich war das wie ein solides Fundament unter ein Haus zu setzen, das ich bereits bewohne – plötzlich wurde tragfähig, was vorher eher provisorisch wirkte.

Eine starke Imagination zum Abschluss
Besonders eindrücklich war die Abschluss-Imagination des Wochenendes. Ohne zu persönlich zu werden: Es war eine Szene, in der sehr klar wurde, wo ich Verantwortung übernehme – und wo ich mich bisher zurückgehalten habe.
In dieser Imagination tauchten Aspekte auf, die ich theoretisch längst „kannte“, die aber erst im inneren Bild wirklich Gewicht bekamen. Genau das ist für mich die Kraft der Aktiven Imagination: Nicht nur zu verstehen, sondern in Kontakt zu kommen – mit Anteilen, Bedürfnissen und Grenzen, die sich im Alltag leicht übergehen lassen.
Verantwortung neben Therapie: Wie ich Aktive Imagination nutzen möchte
Ein zentrales Learning aus der Aktive Imagination Fortbildung war für mich die Frage nach Verantwortung: Wo beginnt Therapie, und wo hört Coaching oder Supervision auf? Mir ist noch klarer geworden, dass ich nicht therapeutisch arbeiten möchte – und dass ich das in meiner Kommunikation und in meinen Angeboten transparent machen will.
Gleichzeitig habe ich gespürt, wie wertvoll es ist, Elemente der Aktiven Imagination verantwortungsvoll in Coaching und Supervision zu integrieren. Für mich heißt das konkret:
- Ich nutze Aktive Imagination, um innere Bilder sichtbar zu machen, Ressourcen zu aktivieren und Selbstkontakt zu vertiefen.
- Ich achte auf klare Rahmen, Zielklärung und Grenzen – und verweise weiter, wenn ein Thema in ein psychotherapeutisches Setting gehört.
Aktive Imagination ist für mich kein „schnelles Tool“, sondern eine Haltung: Ich begleite Menschen dabei, ihren eigenen Dialog mit dem Unbewussten zu führen – ohne Diagnostik, ohne Heilversprechen, aber mit hoher Achtsamkeit.
Was ich für eigene Workshops mitnehme
Sehr hilfreich fand ich den Aufbau der Fortbildungseinheit: eine gute Portion Theorie, gefolgt von einer ersten, überschaubaren Aktiven Imagination in der Gruppe. Dieser Mix hat mir gezeigt, wie Einstiegssituationen aussehen können, in denen Menschen neugierig, aber vielleicht auch noch unsicher sind.
Für meine eigenen Workshops nehme ich mit:
- Ein klarer theoretischer Rahmen schafft Sicherheit.
- Eine erste kurze Imagination erlaubt einen vorsichtigen Kontakt mit den eigenen Bildern.
- Raum für Austausch im Anschluss hilft, Erlebtes zu sortieren und zu integrieren.
Genau so möchte ich künftige Einführungsformate gestalten: verständlich, erfahrungsorientiert und mit einem klaren Bewusstsein für Verantwortung und Grenzen.
Wie es mit der Aktiven Imagination weitergeht
Dieses Wochenende war für mich kein Start, sondern eine Vertiefung – und gleichzeitig ein Korrektiv. Mein Selbststudium der letzten Monate bekommt durch die Aktive Imagination Fortbildung eine fachliche Erdung, die mir persönlich guttut und meine Arbeit stabiler macht.
Wenn du selbst mit Aktiver Imagination arbeiten möchtest oder überlegst, sie in Coaching oder Supervision einzubinden, findest du auf meinem Blog weitere Artikel dazu – etwa zu den Grundlagen der Methode und zur Frage, wie das Ich den Dialog mit dem Unbewussten hält.